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Vita

Rotziges Tastenviech, kecker Kuckuck, samtpfötige Löwenkönigin von diamantener Kraft - die sagenhafte Klaviermenagerie, die der Kritikerchor so vielstimmig besingt, beherbergt nur ein einziges pianistisches Fabelwesen: Anna Vinnitskaya. Publikum und Kritik schätzen gleichermaßen, dass Vinnitskaya nicht nur spektakuläre Feuerwerke zünden kann, sondern auch große Gemälde zu malen versteht: Ihre technische Brillanz ist nie virtuoser Selbstzweck, sondern verbindet sich mit einem natürlichen, dabei farbenreichen Klang und mit der Fähigkeit zur Gestaltung langer, durchdachter Bögen.

Vinnitskayas Repertoire reicht von Bach bis Gubaidulina. Ihre besondere Liebe gilt den großen Russen wie Rachmaninow, Prokofjew, Schostakowitsch und dem schillernden Klavierwerk von Ravel, Debussy und Chopin. In jüngerer Zeit erregten ihr Brahms und Bartók Aufsehen.

Der 1. Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel 2007 war für Anna Vinnitskaya der Auftakt zu einer internationalen Karriere. Zu den Dirigenten, mit denen sie bisher zusammengearbeitet hat, gehören sowohl Pultstars der jüngeren Generation wie Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Krzysztof Urbański und Mirga Gražinytė-Tyla als auch Altmeister wie Vladimir Fedoseyev und Marek Janowski.

Höhepunkte der Saison 2018/19 sind ihre Debüts bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden und beim Danish National Symphony Orchestra sowie Konzerte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Alan Gilbert in Japan. Zum wiederholten Male gastierte sie beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, WDR Sinfonieorchester Köln, SWR Symphonieorchester und beim City of Birmingham Symphony Orchestra.

In der Saison 2019/20 wird Anna Vinnitskaya erstmals mit den Berliner Philharmonikern und den Bamberger Symphonikern zu hören sein. Von der Dresdner Philharmonie wurde sie als „Artist in Residence“ verpflichtet.

CD-Einspielungen von Anna Vinnitskaya wurden mit zahlreichen Preisen wie dem Diapason d’Or und der Gramophone Editor’s Choice ausgezeichnet. Aktuelle Veröffentlichungen sind ein Rachmaninow-Album mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Krzysztof Urbański sowie die Einspielung von Bachs Klavierkonzerten mit Evgeni Koroliov, Ljupka Hadzi Georgieva und der Kammerakademie Potsdam (Alpha Classics / Outhere Music).

Gebürtig aus dem russischen Novorossijsk, lebt Vinnitskaya nach Studien bei Sergei Ossipienko in Rostow seit 2002 in Hamburg, zunächst als Meisterschülerin bei Evgeni Koroliov, heute als Professorin an der Hochschule für Musik und Theater.